Soziales Lernen und Partizipation

Nach der Familie ist der Kindergarten die erste große Gemeinschaft, in die sich das Kind integrieren muss. Hier lernt es, Kontakte, Beziehungen und Freundschaften aufzubauen und zu pflegen, und sich mit der Zeit als ein Bestandteil der Gruppe zurechtzufinden. Dabei unterstützen wir z.B. diejenigen Kinder, die sich nicht trauen, mit einem anderen Kind Kontakt aufzunehmen.

In jeder Gruppe treten Konflikte auf, die situationsorientierte Lösungen erfordern. Wir helfen, wenn es notwendig wird, den Konflikt gemeinsam mit den Kindern anzugehen und Lösungen zu erarbeiten. Feste Regeln in der Gruppe und im Kindergarten geben den Kindern ein Gefühl von Sicherheit. Darüber hinaus gibt es aber auch etliche Regeln, die situationsabhängig mit den Kindern besprochen und gegebenenfalls auch verändert werden.

Die Kinder haben jederzeit die Möglichkeit, sich zu Unverständlichkeiten/Missständen zu äußern und gemeinsam mit den pädagogischen Mitarbeitern nach Veränderungsmöglichkeiten und Lösungen zu suchen. Einmal pro Woche gibt es eine Gesprächsrunde, in der sich die Kinder vor der Gruppe zu positiven wie negativen Ereignissen im sozialen Miteinander, und strukturellen Gegebenheiten äußern dürfen – daraufhin werden die Ergebnisse zur Weiterentwicklung und Veränderung von bestehenden Regeln herangezogen. In diesem Prozess wird die Persönlichkeit jedes Einzelnen gewahrt, indem es nicht gestattet ist, vor der Gruppe über ein Kind zu sprechen.

In Einzelgesprächen mit den pädagogischen Mitarbeitern können die Kinder ihr Befinden und ihre Bedürfnisse äußern.

Weil die soziale Erziehung den Grundbaustein unserer Pädagogik bildet, ist sie in allen folgenden Handlungsfeldern enthalten und wird dort jeweils dargestellt.