Vorbereitete Umgebung

Die Umgebung des Kindes im Kindergarten ist so gestaltet, dass das Kind sich selbständig zurechtfinden kann. Alle Dinge, die das Kind zum Arbeiten braucht, sind gut sichtbar und seiner Größe und seinen Bedürfnissen entsprechend  untergebracht. Dies bedeutet, dass die vorbereitete Umgebung, je nach individueller Entwicklung der Gruppenmitglieder immer wieder neu überarbeitet und gestaltet wird. Das Kind soll Materialien vorfinden können, die seinen sensiblen Phasen entsprechen. Deshalb gibt es z. B. offene Regale, die in verschiedene Bereiche wie Sinnesmaterial, mathematisches Material usw. unterteilt sind.

Jedes Material gibt es nur einmal. Dies signalisiert nicht nur die Einzigartigkeit des Materials, sondern fordert die Kinder auch von selbst auf, sich abzusprechen, zu warten oder sogar sich etwas anderes zu suchen wenn „ihr“ Material gerade „besetzt“ ist. Dabei lernen die Kinder, dass man nicht alles sofort haben kann, was man gerade möchte. Dies bremst ein ungezügeltes Konsumverhalten und ist ein wichtiger Teil unserer Sozialerziehung.

Alle Materialien sind so vorbereitet, dass sie stets komplett und sauber sind, damit das Kind Freude hat etwas zu tun. So merken die Kinder, dass die Dinge wertvoll sind und es wichtig ist, sie sorgsam zu behandeln, um sie zu erhalten.

Jedes Material hat seinen festen Platz. Dies erleichtert vor allem den neuen Kindern, sich zurechtzufinden.

Klare Regeln, die mit den Kindern besprochen werden, geben die Sicherheit, dass jedes Kind gleiche Rechte und Pflichten hat (z.B. Kein Kind darf durch ein anderes beim Spielen gestört werden oder: Jedes Kind, das dazu in der Lage ist, spült ein Geschirr selbst ab, trocknet es ab und räumt es auf). Die Kinder lernen dabei, dass eine Gemeinschaft Regeln braucht und am besten funktioniert, wenn diese eingehalten werden.

Zur Vorbereiteten Umgebung gehört es auch, ein Zeitfenster zu schaffen in denen die Kinder frei und nach ihrem Rhythmus arbeiten können.

(siehe Kindergartenalltag: Freispiel)